HELMUT HANKE SEN.

MEIN VATER

Ein letztes Foto vom 1. November 2008.

Am Freitag 2. Jänner 2009 ist mein Vater - HELMUT HANKE - nach langer schwerer Krankheit verstorben. Diese Seite widme ich seinem Gedenken!

Am 5. Dezember 2008 wurde er mit einer schweren Lungenentzündung in das Krankenhaus Floridsdorf gebracht. Seine schon sehr stark, durch eine unheilbare Fibrose, geschädigte Lunge war beidseitig entzündet. Er hatte plötzlich hohes Fieber bekommen.

Seit knapp 2 Jahren war er auch schon Sauerstoffpatient und hatte eine grosse Versorgungstonne zu Hause stehen, sowie eine mobile Tonne um auch beweglich zu sein. Er ging mit seiner Krankheit sehr akzeptant um und war trotz Rückschlägen doch sehr positiv eingestellt.

Nach 4 Tagen im Spital erlitt er dort einen Lungeninfarkt, wurde wiederbelebt und auf der Intensivstation 13 Tage lang im Tiefschlaf gehalten.

Eine bange Zeit des Wartens. Meine Schwestern, Mutter und ich fuhren zeitweise 2 mal pro Tag in das Krankenhaus, um Ihn durch unsere Anwesenheit zu stärken. 
Als die Zeit des Erwachens nahte freute sich die Familie, aber leider erwachte er sehr zeitverzögert. Am 24. Dezember 2008 öffnete er seine Augen. Er war noch etwas apathisch, aber das war nach dem längeren Tiefschlaf nicht ungewöhnlich. Jedoch änderte sicher dieser Zustand in den nächsten 2 Tagen nicht.  In Folge wurde er deswegen neurologisch untersucht und einer CT unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass er auch einen schweren Schlaganfall erlitten hatte, der ca. 1/3 des Gerhirnes zerstört hatte. Wir wurden darauf vorbereitet, dass er nicht mehr erwachen würde.

Aber die Ärzte unterschätzten seine Willenskraft, denn er erwachte und alle Organe funktionierten. Nur leider war der Gerhirnschlag doch zu massiv. Er konnte sich so gut wie nicht bewegen und nur mittels des vorhandenen Lufröhrenschnittes atmen, da er keinen Schluckreflex mehr hatte. Ohne diesen hätte wieder in die Lunge aspiriert. Am 31. Dezember wurde er aus der Intensivstation entlassen und in die interne Med. Abteilung zur "Pflege" entlassen.

Da er seinen Zustand bei vollem Bewusstsein erkannte war er sehr aufgeregt, konnte aber leider auch nicht sprechen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich diese Situation für einen Menschen sein muss.

Meine 3 Schwestern und meine Mutter waren sehr traurig Ihn derart leiden zu sehen. Zum Zeitpunkt seines endgültigen Erwachens war ich auf einem Seminar, von dem ich am 1. Jänner zurückkehrte.
Am Nachmittag des gleichen Tages fuhr ich sofort in das Krankenhaus um meinen Vater zu sehen und ihm Mut zuzusprechen. Jedoch erschütterte mich der Anblick, denn meine Familie hatte mir zwar alles telefonisch geschildert, aber das Ausmaß konnte ich mir nicht vorstellen. Es war einfach furchtbar einen Menschen in einem solchen Zustand zu sehen.
Ich stellte mich in das Blickfeld meines Vaters um mit Ihm zu sprechen, er antwortete mit leichtem Nicken, oder Kopfschütteln sowie Augenzwinkern.
Er glitt immer wieder mit seinem Blick von mir ab und sein gesundes Auge (seit seinem 33 Lebensjahr war auf auf einem Auge blind) versuchte zu fokusieren.
Am Ende der Besuchszeit versprach ich ihm am nächsten Tag - gegen 18.00 Uhr -  wieder zu kommen. Er nickte.

Ein Ereignis, welches ich nie vergessen werde.

Und für welches ich DANKBAR bin und immer sein werde!

Als ich mit einer meiner Schwestern am 2. Jänner 2008 ins Spital kam und Vater's Zimmer um ca. 17.50 Uhr betrat war er sehr unruhig und nahm uns nicht mehr wahr. Eiskalter Schweiss bedeckte seinen Körper seine Wangen waren eingefallen und er atmete schwer. Er hatte auch keinen Lidschlag und blickte nur senkrecht nach oben. Es war für uns schrecklich anzusehen und wir brachen in Tränen aus. Er hatte auch Medikamente bekommen um seinen Zustand nicht mehr wahrzunehmen.
Offensichtlich wartete mein Vater auf etwas, kämpfte dagegen an diese Welt zu verlassen.

Ich beugte mich über Ihn und sagte Ihm, dass er "gehen könne, dass alles für Ihn erledigt wurde und dass wir auf unsere Mutter also seine Ehegattin achten würden und unsere Familie in Ehren halten werden". Nach Ca. 10 Minuten ertrug meine Schwester diesen traurigen Anblick und seine offensichtliche Qual nicht und wartete vor dem Zimmer - in Tränen aufgelöst.
Ich sprach jedoch weiter auf Ihn ein, erklärte Ihm, dass er für uns nichts mehr tun müsse und seinen Weg in die neue Welt antreten könne. Ich sagte ihm dies einige Male. Sein Atem beruhigte sich, seine Gesichtszüge wurden friedlich.
In den nächsten 45 Minuten betete ich für Ihne hielt seine rechte Hand in meinen gefalteten Händen und erklärte Ihm immer wieder, dass er uns verlassen könne. Die Familie war für Ihn immer der wichtigste Bestandteil und für seine Frau und uns Kinder hat er alles in seiner Macht stehende getan.

In diesen 45 Minuten wurde die Atmung schwächer, seine Haut wurde fahler und er wurde immer friedlicher. Bis er schliesslich einschlief und in seinen "Himmel" überwechselte. Es war ein sehr friedlicher und schöner Augenblick. Ich war traurig, aber seine Ruhe ging auch auf mich über. Ich durfte Ihn begleiten und er musste nicht alleine sterben. Er hatte sich immer gewünscht diese Welt nicht "alleine" zu verlassen.

In der Nacht vom 30. auf 31. Dezember (wie gesagt war ich auf einem Seminar ausser halb Wiens) hatte ich einen Traum - in diesem Traum stand ich am Krankenbett meines Vaters und er starb in meinem Beisein. DIESER TRAUM HAT SICH ERFÜLLT. ICH VERSTEHE NICHT, WIE SO ETWAS GESCHEN KANN, ABER WAHRSCHEINLICH KANN MAN DAS NICHT VERSTEHEN.
Der Tag hat 24 Stunden - Mittags waren ebenfalls Besuche bei Ihm - hat er wirklich auf mich gewartet? Wollte er von mir höhren, dass er gehen könnte? Der Traum und dieses ruhige Weggleiten in meiner Anwesenheit und mit meinen Gebeten - ist das Zufall? Ich weiss es nicht --- aber es hat mich sehr, sehr, sehr nachdenklich gemacht.

Ich werde meinen Vater NIE vergessen - und ich werde diese LETZTE STUNDE MIT IHM NIE VERGESSEN, die einerseits ob des Verlustes traurig aber trotzdem sehr schön war. Ich habe ihn begleitet und seinem GOTT und VATER übergeben.

Am 2. 1. 2008 --  20 Uhr war Vater in einem Verabschiedungsraum aufgebahrt und die ganze Familie hatte die Möglichkeit sich von Ihm zu verabschieden. Es war ergreifend aber für alle auch eine sehr wichtige halbe Stunde. 

BEGRÄBNISTERMIN

Das Begräbnis fand am Freitag 16. Jänner 2009 um 11:00 Uhr in Klosterneuburg - Oberer Stadtfriedhof (Meynertgasse) statt.
Die Seelenmesse wird am gleichen Tag - 18.00 Uhr - in der Pfarre Kahlenbergerdorf für Ihn gelesen.

Begräbnis und 1 Woche danach

Das Begräbnis war durch den Pfarrer sehr würdig gestaltet und die Vertreter von Gendarmerie und Gewerkschaft hielten Abschiedsreden für einen sehr verdienstvollen und engagierten Kollegen und Freund.

Viele Ehrenzeichen meines Vaters - unter anderem das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich - waren vor dem Sarg und Blumenschmuck drapiert.

Eine Woche nach dem Begräbnistermin sind die Blumen zwar gefroren, aber immer noch schön. Vater liebte Blumen - besonders Rosen, die er selbst auch züchtete.

 

Familienfoto 2008

Das letzte gemeinsame Familienfoto vom März 2008.

Goldene Hochzeit

meiner Eltern. Im Dezember 2008 hatten Sie Ihren 53. Hochzeitstag. Diesen konnten Sie leider nicht mehr feiern, da mein Vater zu diesem Zeitpunkt (27. Dezember) im künstlichen Tiefschlaf war. 

 

Bilder von früher....

Mein Vater hielt gerne Reden, was ja auch ein Teil seines Berufes gewesen ist - dies tat er auch gerne im Familienkreis an Feiertagen.

Mein Vater war ein sehr bescheidener Mensch, der viel mehr auf das Wohlergehen der Familie fixiert war, als auf Erfüllung eigener Wünsche.

Auch während seiner aktiven Zeit in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst war es Ihm wichtig für seine Kollegen zu wirken - er selbst hielt sich im Hintergrund.

 

Zu meiner Erinnerung

Als ich Ihn hier fotografierte war er gesundheitlich noch in halbwegs gutem Zustand. Seine Krankheit (Lungefibrose) war jedoch unaufhaltsam fortschreitend. 

Dieses Foto hat für mich einen nicht definierbaren Erinnerungswert - ich denke es ist der Ausdruck in seinen Augen - und ist somit eines der liebsten Erinnerungsbilder. 

Lange ist es her .....

Kinderfoto meines Vaters mit seiner Adoptivmutter. Sie steht hinter Ihm, sowie dem Adoptivvater.

 

 

 

 

Der junge Gendarm

Als junger Gendarmeriebeamter wurde er dem Posten Klosterneuburg zugeordnet. Dort verbrachte er, bis zum Beginn seiner Gewerkschaftlichen Tätigkeit, seine Dienstzeit. Unter anderem als Beamter der Kriminalabteilung.

 

Auch als Statist

war mein Vater in seinen jugen Jahren tätig, um etwas Geld dazuzuverdienen. Hier für den Film "Kaiserjäger".

Vaters Familie

Von links nach rechts:
In der ersten Reihe - Mutter Angela und die jüngste Schwester Sonnhild
In der zweiten Reihe: Bruder Peter (Hubert), Schwester Ilse und Tante Elli.

Links meine Eltern - rechts eine Schwester meines Vaters (Ilse) mit Ihrem Ehemann.

Hochzeitsfoto meiner Eltern

Meine Eltern und ich

Schicksal.....

Schon in jungen Jahren verlor mein Vater ein Auge. Trotz zweier Netzhautoperationen war sein Augenlicht am rechten Auge unwiederbringlich.
Hier wird er gerade vom Postenkommandanten des Gendarmerieposten Klosterneuburg im Spital (Augenklinik altes AKH) besucht.

Der Kriminalbeamte

Hier ein Foto meines Vaters, als er am Gendarmerieposten Klosterneuburg die "Kriminalabteilung" führte. Er ist an der Rechten Bildseite zu sehen. Die zwei weiteren Kollegen waren auch sehr gute Freunde und sind leider schon vor vielen Jahren verstorben.

Gewerkschaftsfunktionär Helmut Hanke

Vater im Kreis seiner Gewerkschaftskollegen. Für die Gendarmerie hat er sehr viel getan und für seine Kollegen sehr viel durchsetzen können.

Gruppenbild: Helmut Hanke mittig zu sehen.
Linkes Bild: Helmut Hanke 3ter von links.

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